FFMI Rechner

Was ist der FFMI?
Er dient als präziser Indikator, um zu beurteilen, wie viel reine Muskelmasse du im Verhältnis zu deiner Größe besitzt.
Wichtig: Im Gegensatz zum BMI berücksichtigt der FFMI deinen Körperfettanteil (KFA) direkt.
Ursprünglich wurde der BMI entwickelt, um das allgemeine Gewicht einzuschätzen.
Der FFMI hingegen wurde entwickelt, um zwischen Fett und Muskeln zu unterscheiden – ideal für Sportler und Fitnessbegeisterte.
Der FFMI hilft dir, deinen Trainingsfortschritt objektiv zu messen und gibt dir einen schnellen Überblick über deinen muskulären Status.
Er gilt als einer der besten Werte, um das Potenzial im Natural-Bodybuilding einzuschätzen.
Sieh dir an, was unsere Kunden erreicht haben!

Wie berechnet man den FFMI?
Die Berechnung des FFMI ist etwas komplexer als beim BMI, da du deinen Körperfettanteil kennen musst.
Schritt-für-Schritt-Anleitung
- Gewicht in Kilogramm messen: Stelle dich auf die Waage und notiere dein Gewicht.
- Körperfettanteil (KFA) ermitteln: Nutze eine Fettzange (Caliper), eine Körperfettwaage oder Schätzbilder, um deinen KFA in Prozent zu bestimmen.
- Fettfreie Masse berechnen: Ziehe das Körperfett von deinem Gesamtgewicht ab.
- Formel: Gewicht x (1 - (KFA / 100)).
- Größe in Metern messen: Miss deine Körpergröße (z. B. 1,80 m).
- FFMI berechnen: Teile die fettfreie Masse durch das Quadrat deiner Größe.
Beispielrechnung
- Gewicht: 80 kg
- Größe: 1,80 m
- Körperfettanteil: 15 %
- Fettfreie Masse: 80 kg x (1 - 0,15) = 80 kg x 0,85 = 68 kg (Fettfreie Masse).
- FFMI: 68 kg / (1,80 m)² = 68 / 3,24 = 20,99
Interpretation der FFMI-Werte
Nachdem du deinen FFMI berechnet hast, kannst du ihn anhand der folgenden Werte interpretieren und deinen Trainingsstand einschätzen:
Was bedeuten die Kategorien? (Für Männer*)
- 16 – 17 (Dünn): Geringe Muskelmasse, oft bei Ausdauersportlern oder Anfängern.
- 18 – 19 (Durchschnitt): Normaler Körperbau eines durchschnittlichen Mannes.
- 20 – 21 (Athletisch): Deutlich sichtbare Muskulatur, regelmäßiges Training.
- 22 – 24 (Hervorragend): Sehr muskulös, fortgeschrittenes Bodybuilding-Niveau.
- 25+ (Die "Grenze"): Extrem hohe Muskelmasse. Werte über 25 sind auf natürlichem Weg schwer zu erreichen und zu halten.
Was bedeuten die Kategorien? (Für Frauen)
- 13 – 14 (Dünn): Geringe Muskelmasse, oft bei Ausdauersportlerinnen oder Anfängerinnen.
- 15 – 16 (Durchschnitt): Normaler Körperbau einer durchschnittlichen Frau.
- 17 – 18 (Athletisch): Deutlich sichtbare Muskulatur, regelmäßiges Training.
- 19 – 21 (Hervorragend): Sehr muskulös, fortgeschrittenes Bodybuilding-Niveau.
- 22+ (Die "Grenze"): Extrem hohe Muskelmasse. Werte über 22 sind auf natürlichem Weg schwer zu erreichen und zu halten.
FFMI und Fitness: Mehr als nur eine Zahl
Dein FFMI ist nicht nur ein Indikator für deine Optik, sondern kann auch Aufschluss über deine Stoffwechselgesundheit und körperliche Leistungsfähigkeit geben.
Denke daran: Ein hoher FFMI erfordert Disziplin, aber Gesundheit und Mobilität sollten immer an erster Stelle stehen.
Einfluss der Muskelmasse auf die Gesundheit
- Stoffwechsel: Muskelgewebe verbrennt auch in Ruhe mehr Kalorien als Fettgewebe (höherer Grundumsatz).
- Schutzfunktion: Eine solide Muskulatur stützt Gelenke und beugt Haltungsschäden vor.
- Insulinsensitivität: Mehr Muskelmasse verbessert oft die Fähigkeit des Körpers, Kohlenhydrate zu verwerten. Insulinresistenz verstehen & Low Carb Diät.
Die "Grenze" des Naturalen
Die Beziehung zwischen FFMI und Natural-Bodybuilding ist gut erforscht:
- Unter 20: Großes Potenzial für Muskelaufbau ("Newbie Gains").
- 20 bis 22: Solide Fortschritte, der Körper sieht athletisch aus.
- 22 bis 25: Das genetische Limit rückt näher; jedes Gramm Muskelaufbau erfordert harte Arbeit.
- Über 25: Ohne nachhelfende Mittel (Anabolika) extrem selten dauerhaft zu halten.
Grenzen und Kritik des FFMI
Obwohl der FFMI ein präzises Werkzeug für Sportler ist, hat er einige Einschränkungen:
- Abhängigkeit vom KFA: Wenn der gemessene Körperfettanteil falsch ist, ist auch der FFMI falsch. Ungenaue Waagen können das Ergebnis verfälschen.
- Körpergröße (Normalisierter FFMI): Sehr große Menschen haben oft einen rechnerischen Nachteil. Es gibt daher den "Normalisierten FFMI", der die Größe korrigiert, um fairere Vergleiche zu ermöglichen.
- Wasserhaushalt: Wassereinlagerungen (z. B. durch Kreatin oder salzige Nahrung) werden als "fettfreie Masse" gezählt und können den Wert kurzfristig künstlich erhöhen. Wassereinlagerungen loswerden - So geht's!
Lass dich individuell beraten!
Alternative Messmethoden
- Kraftwerte: Deine Leistung in Grundübungen (Bankdrücken, Kniebeugen) ist oft ein besserer Indikator für Fortschritt als reine Maße.
- Spiegelbild & Fotos: Visuelle Fortschritte sagen oft mehr aus als Zahlen.
- Umfangsmessungen: Arm-, Brust- oder Oberschenkelumfang geben Auskunft über lokales Muskelwachstum.
Deine Ziele erreichen mit dem FFMI-Rechner
Der FFMI-Rechner kann ein wertvolles Werkzeug sein, um deine Trainingsphasen zu steuern.
Körperkomposition steuern
- Aufbau (Bulking): Ziel ist es, den FFMI zu steigern, ohne dass der KFA zu stark ansteigt.
- Definition (Cutting): Ziel ist es, den FFMI zu halten (Muskelschutz), während das Gewicht und der KFA sinken.
- Recomposition: Bei Anfängern kann der FFMI steigen, während das Gewicht gleich bleibt (Fettabbau bei gleichzeitigem Muskelaufbau).
Kombination mit anderen Tools
- Makro-Rechner: Ermittle die richtige Verteilung von Protein, Kohlenhydraten und Fetten.
- Trainingslog: Dokumentiere deine Gewichte, um progressive Überlastung sicherzustellen.
- Körperfett-Zange: Für eine genauere Bestimmung des KFA als durch digitale Waagen.
Tipps zur Verbesserung deines FFMI

Gezielte Ernährung
- Proteinzufuhr: Proteine sind ideal zum Abnehmen und Muskelaufbau (1,6 bis 2,2 g Protein pro kg Körpergewicht
- Kalorienüberschuss: Für signifikanten Muskelaufbau (FFMI-Steigerung) ist oft ein moderater Kalorienüberschuss nötig. Berechne deinen Kalorienbedarf!
- Mikronährstoffe: Zink, Magnesium und Vitamine unterstützen die Regeneration. Welche Vitamine sind wichtig?
Effektives Training
- Hypertrophie-Training: Ein Wiederholungsbereich von 6–12 gilt als optimal für Muskelwachstum.
- Progressive Overload: Versuche dich in jedem Training leicht zu steigern (mehr Gewicht oder mehr Wiederholungen).
Gesunder Lebensstil
- Schlaf: Muskeln wachsen nicht im Training, sondern im Schlaf. 7–9 Stunden sind Pflicht (So wichtig ist Schlaf für deinen Erfolg).
- Regeneration: Gönne dir Ruhetage, damit das ZNS (Zentralnervensystem) nicht überlastet!
- Konsistenz: Der FFMI steigt langsam. Geduld über Jahre ist der Schlüssel.
Tipps für Natural-Athleten (Das "Genetische Limit")
Je näher du deinem genetischen Limit kommst (FFMI > 22), desto schwieriger wird der weitere Aufbau.
Hier sind Strategien, um Plateaus zu durchbrechen.
Herausforderungen und Lösungen
- Plateaus: Das Gewicht stagniert. Lösung: Trainingsplan periodisieren (Kraftphasen vs. Hypertrophiephasen).
- Verletzungsrisiko: Schwere Gewichte belasten die Gelenke. Achte penibel auf saubere Ausführung.
- Motivation: Fortschritte werden fast unsichtbar. Vergleiche dich nur mit dir selbst vor einem Jahr, nicht vor einer Woche.
Mit intelligenter Planung und Geduld kannst du dein Potenzial ausschöpfen:
1. Realistische Erwartungen
Verstehe, dass ein FFMI von 25 für 99 % der Bevölkerung ohne Hilfsmittel nicht erreichbar ist. Ein FFMI von 22 oder 23 ist bereits eine enorme Leistung und sieht extrem sportlich aus.
2. Fokus auf Grundübungen
Isolationsübungen sind gut, aber Kniebeugen, Kreuzheben, Bankdrücken und Klimmzüge bauen die meiste Masse auf. Diese Übungen sollten den Kern deines Trainings bilden.
3. Protein-Timing
Iss alle 3–5 Stunden eine proteinreiche Mahlzeit, um die Muskelproteinsynthese maximal zu stimulieren. Besonders nach dem Training und vor dem Schlafen ist Protein wichtig - lerne mehr über die Eiweiß-Diät.
4. Stress vermeiden (Cortisol)
Zu viel Stress (Training oder Alltag) erhöht Cortisol, was muskelabbauend wirkt. Achte auf Entspannung, um deinen hart erarbeiteten FFMI zu schützen. Cortisol und sein Einfluss auf dein Gewicht.
5. Variation der Reize
Der Körper gewöhnt sich an Belastungen. Ändere alle 8–12 Wochen Variablen wie Tempo, Pausenzeiten oder Übungsauswahl.
6. Kreatin als Hilfsmittel
Kreatin ist eines der am besten untersuchten Supplemente. Es kann helfen, die Leistung zu steigern und die fettfreie Masse leicht zu erhöhen (durch Wassereinlagerung im Muskel).
7. Daten tracken
Nutze den FFMI-Rechner alle 4–8 Wochen. Häufigeres Messen macht wenig Sinn, da Muskelaufbau ein sehr langsamer Prozess ist.
FFMI und Jugendliche: Was Eltern wissen sollten

Der FFMI ist für Kinder und Jugendliche im Wachstum nur bedingt aussagekräftig, da sich die Körperzusammensetzung hormonell bedingt stark wandelt.
Krafttraining im Jugendalter
- Mythos Wachstum: Korrekt ausgeführtes Krafttraining schadet dem Wachstum nicht.
- Technik vor Gewicht: Jugendliche sollten erst die Bewegungsabläufe perfektionieren, bevor Gewichte erhöht werden.
- Kein Fokus auf Masse: Der Fokus sollte auf allgemeiner Fitness, Koordination und Spaß am Sport liegen, nicht auf einem maximalen FFMI.
Erreiche deine Bestform mit unserem FFMI-Rechner

Der Fat-Free Mass Index ist ein mächtiges Werkzeug für alle, die es mit dem Muskelaufbau ernst meinen.
Er hilft dir, den Unterschied zwischen "schwer" und "muskulös" zu verstehen und setzt deine Erfolge in einen wissenschaftlichen Kontext.
Denke daran: Der FFMI ist ein Richtwert. Deine Disziplin, deine Ernährung und dein Training bestimmen das Ergebnis.
Nutze den Wert als Motivation, um die beste Version deiner selbst zu werden.
Weiterführende Links
- Kalorienrechner: Berechne deinen Bedarf für Aufbau oder Diät.
- Anti-Jojo-Effekt: So hältst du dein Wunschgewicht dauerhaft und ohne Rückfall.
- Abnehmen am Bauch: Die besten Strategien für Fettabbau und Straffung der Problemzonen.
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