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Natürlich, hier ist ein kürzerer Starttext: YFood verspricht eine gesunde Mahlzeit aus der Flasche – praktisch, nahrhaft, sättigend.** Aber: Ist das wirklich gesund? Hier erfährst Du, was drinsteckt, ob YFood beim Abnehmen hilft – und worauf Du achten solltest.

Kurz und knapp

  • Praktisch, aber kein Ersatz: YFood eignet sich als Notlösung, ist aber kein langfristiger Mahlzeitenersatz.
  • Nährstoffe ja, aber hochverarbeitet: Trotz Vitaminen und Proteinen bleibt YFood ein Industrieprodukt.
  • Abnehmen möglich – aber mit Risiken: Kalorienreduktion klappt, jedoch fehlt oft das Sättigungsgefühl.
  • Keine echte Alternative zu frischer Ernährung: Geschmack, Vielfalt und Kauen fehlen komplett.
  • Nur bewusst einsetzen: Für stressige Tage okay – aber keine dauerhafte Lösung für gesunde Ernährung.

Einführung in Trinkmahlzeiten

Trinkmahlzeiten wie YFood sind eine moderne Alternative zu herkömmlichen Mahlzeiten.

Sie bieten eine praktische und schnelle Lösung für Menschen, die keine Zeit haben, frisch zu kochen oder gesunde Mahlzeiten zuzubereiten.

Diese Produkte enthalten in der Regel alle wichtigen Nährstoffe, wie Proteine, Kohlenhydrate, Ballaststoffe, Vitamine und Mineralstoffe, und sollen den Körper für einen längeren Zeitraum sättigen.

YFood ist ein Beispiel für ein solches Produkt, das als “gesunde” Alternative zu Fast Food beworben wird.

Doch ist YFood wirklich so gesund, wie es scheint?

Experten wie der Ernährungswissenschaftler Prof. PhDr. Sven-David Müller haben Bedenken geäußert, dass solche Produkte nicht ausreichend sind, um den täglichen Nährstoffbedarf zu decken.

Trotz der praktischen Vorteile bleibt die Frage, ob Trinkmahlzeiten eine langfristig gesunde Lösung darstellen.

Was ist YFood überhaupt?

Vanille als häufige Geschmacksrichtung der Trinkmahlzeit.

YFood ist ein deutsches Start-up, das sogenannte „Smart Food“-Produkte vertreibt – also Mahlzeiten in flüssiger Form.

Die Flaschen (z. B. mit Vanille-Geschmack) enthalten rund 500 kcal, etwa 34 g Eiweiß, dazu Fette, Ballaststoffe, Vitamine und Mineralstoffe – laut Hersteller alles, was Dein Körper braucht.

Die Gründer Benjamin Kremer und Noel Bollmann haben das Produkt als gesunde und nährstoffreiche Trinkmahlzeit etabliert, nachdem sie es erfolgreich in der Fernsehsendung 'Höhle der Löwen' präsentiert haben.

Die Zutaten?

Laktosefreie Milch, pflanzliche Öle, Haferfasern, Reisstärke, Aromen und viele Zusätze, die das Produkt haltbar und trinkfertig machen.

Die Drinks werden gerne als gesündere Fast-Food-Alternative oder praktischer Mahlzeiten-Ersatz im Büro oder unterwegs dargestellt.

YFood zum Abnehmen – geht das?

Die Frage, die mir am häufigsten gestellt wird:
„Kann ich mit YFood abnehmen?“

Die Antwort ist erstmal: Ja, theoretisch geht das.

Wenn Du weniger Kalorien zu Dir nimmst, als Du verbrauchst, nimmst Du ab – das ist ein einfaches Rechenmodell.

Aber: Die Qualität der Kalorien ist genauso entscheidend wie die Menge.

Und hier liegt das Problem.

Ein solcher Drink ersetzt eine komplette Mahlzeit.

Klingt praktisch – aber: Du kaust nichts, Dein Sättigungsgefühl bleibt aus, und durch den süßlichen Geschmack entsteht häufig der Drang nach „mehr“.

Viele Menschen berichten mir, dass sie kurz nach dem Trinken wieder Hunger bekommen – oder mit Heißhunger auf Zucker kämpfen.

Dazu kommt: Wer langfristig auf Trinknahrung setzt, verliert den Bezug zu echten Lebensmitteln.

Das macht nachhaltige Veränderungen schwer.

Wie gesund ist YFood wirklich?

Trinkmahlzeit in einem Glas.

YFood enthält viele Vitamine, Proteine und Ballaststoffe – das ist erstmal positiv.

Trotzdem ist es ein hochverarbeitetes Produkt.

YFood ist eine Form von Flüssignahrung, die eine praktische und schnelle Lösung für den Hunger bietet, jedoch auch mögliche gesundheitliche Risiken birgt, wenn sie als ausschließliche Ernährungsweise genutzt wird.

Genau das steht auch im Zentrum der Kritik von Ernährungswissenschaftlern und der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE).

Studien zeigen: Wer regelmäßig ultraverarbeitete Lebensmittel konsumiert, erhöht sein Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Übergewicht und Stoffwechselprobleme.

Und obwohl YFood keine künstlichen Süßstoffe nutzt, wirkt der Geschmack dennoch sehr süß – was Deinen Appetit auf Zucker fördern kann.

Zudem enthält YFood pflanzliche Öle, die in großen Mengen entzündungsfördernd wirken können – je nachdem, wie sie verarbeitet wurden.

Langfristige Daten zur gesundheitlichen Wirkung von Produkten wie YFood, Huel oder Mana fehlen bisher weitgehend.

Das macht es schwer, sie seriös als „gesunde Mahlzeit“ zu empfehlen.

Was steckt wirklich drin? – Ein ehrlicher Blick auf die Inhaltsstoffe

Wenn ein Produkt mit dem Slogan „This is Food“ wirbt, lohnt es sich, mal genauer hinzuschauen.

YFood verspricht in einer einzigen Flasche alle wichtigen Nährstoffe, die Dein Körper braucht – Proteine, Ballaststoffe, Vitamine, Mineralstoffe, Fett und Kohlenhydrate.

Das Nährstoffprofil von YFood weist eine ausgewogene Zusammensetzung auf, die die Bedürfnisse der Verbraucher decken soll.

Klingt erstmal wie ein Traum, oder?

Aber was bedeutet das in der Praxis?

Kriterium
YFood
Huel (Ready-to-drink)
Mana (Drink)
Hauptzutaten
Laktosefreie Milch, pflanzliche Öle, Ballaststoffe
Wasser, pflanzliche Proteine, Öle, Vitamine
Wasser, pflanzliche Öle, Sojaprotein, Mikronährstoffe
Verarbeitung
Hochverarbeitet (pasteurisiert, homogenisiert)
Hochverarbeitet, jedoch auf pflanzlicher Basis
Hochverarbeitet mit Fokus auf Öl-Stabilität
Zusatzstoffe
Aromen, Emulgatoren, Verdickungsmittel, Vitamine
Aromen, Emulgatoren, Süßstoffe, Mikronährstoffe
Aromen, Emulgatoren, Vitamine, Mineralstoffe
Süßung
Keine künstlichen Süßstoffe, aber süß durch Aromen
Stevia oder andere natürliche/künstliche Süßstoffe
Mischung aus natürlichen/künstlichen Süßstoffen
Natürliche Nähe
Gering – Milch ist verarbeitet, Zusatzstoffe hoch
Gering – viele isolierte Komponenten
Gering – Fokus auf funktionelle Inhaltsstoffe
Frische Lebensmittel enthalten
Nein
Nein
Nein
DGE-konform (langfristig)
Nein – nur als Ergänzung
Nein – nicht als dauerhafte Ernährung empfohlen
Nein – nicht als alleinige Nahrungsquelle gedacht
Verpackung & Umweltaspekt
Einwegflasche aus Kunststoff
Recycelbare Flasche, größere Mengen auch als Pulver
PET-Flaschen, auch Pulvervariante verfügbar

Für wen ist YFood überhaupt gedacht?

Stressiger Büroalltag, ohne Zeit, um zu mittag zu essen.

Vielleicht fragst Du Dich jetzt: Ist YFood denn gar nicht sinnvoll?

Doch, in gewissen Situationen kann es durchaus hilfreich sein – wenn Du es bewusst und gezielt einsetzt.

Die Zielgruppe von YFood umfasst vor allem junge, gesundheitsbewusste Konsumenten, die nach schnellen und nahrhaften Alternativen zu traditionellen Mahlzeiten suchen.

Zum Beispiel:

  • Wenn Du im Büro keine Zeit für ein richtiges Mittagessen hast
  • Wenn Du unterwegs bist und zwischen zwei Terminen nicht verhungern willst
  • Oder wenn Du aus gesundheitlichen Gründen mal zu wenig Appetit hast

Dann ist so ein Drink immer noch besser als gar nichts oder der Griff zu Chips und Schokoriegeln.

Gerade im Vergleich zu klassischem Fast Food ist YFood für viele Menschen ein Schritt in die richtige Richtung.

Aber – und das ist wichtig – es darf nicht zur Gewohnheit werden.

Denn genau hier liegt die Gefahr: Viele verlieren durch den regelmäßigen Konsum solcher Trinkmahlzeiten den Bezug zu echter Ernährung.

Statt Vielfalt auf dem Teller gibt’s „one fits all“ aus der Flasche.

Und das kann langfristig zu Problemen führen – nicht nur körperlich, sondern auch mental.

Trinkmahlzeiten im Vergleich

Trinkmahlzeiten wie YFood sind nicht die einzige Alternative zu herkömmlichen Mahlzeiten.

Es gibt auch andere Produkte auf dem Markt, wie Huel oder Mana, die ähnliche Eigenschaften aufweisen.

Doch wie unterscheiden sich diese Produkte voneinander?

Ein Vergleich der Nährstoffprofile und der Zutaten kann helfen, die beste Wahl zu treffen:

Eigenschaft
YFood
Huel (Ready-to-drink)
Mana (Drink)
Kalorien
ca. 500 kcal
ca. 400–500 kcal
ca. 400–500 kcal
Proteingehalt
ca. 26 g
ca. 20–22 g
ca. 20 g
Kohlenhydrate
ca. 38 g (davon Zucker: ca. 5 g)
ca. 37 g (davon Zucker: <1 g)
ca. 33 g (davon Zucker: 7–9 g)
Ballaststoffe
ca. 7 g
ca. 6–8 g
ca. 5 g
Fettgehalt
ca. 22 g (davon gesättigt: ca. 2 g)
ca. 19 g (davon gesättigt: ca. 3 g)
ca. 24 g (davon gesättigt: ca. 2 g)
Proteinquelle
Milchprotein (Kasein, Molke)
Erbsen-, Reis-, Hanfprotein (pflanzlich)
Soja- und Erbsenprotein (pflanzlich)
Fettquelle
Sonnenblumenöl, Rapsöl
Leinsamen, Rapsöl, Sonnenblumenöl
Rapsöl, Algenöl, Sonnenblumenöl
Süßstoffe
Ja (z. B. Sucralose)
Ja (z. B. Stevia)
Ja (z. B. Sucralose, Stevia)
Vegan
Nein (klassische Version)
Ja
Ja
Besondere Merkmale
Laktosefrei, lange Haltbarkeit
Vegan, viele Geschmacksrichtungen
Vegan, hohe Ölvielfalt, enthält Omega-3/6

Fazit:

  • YFood eignet sich gut für Menschen, die tierisches Eiweiß bevorzugen und auf Laktose verzichten möchten.
  • Huel ist eine gute Wahl für Veganer:innen mit Fokus auf pflanzliches Protein und möglichst wenig Zucker.
  • Mana legt besonderen Wert auf pflanzliche Öle und Mikronährstoffvielfalt, richtet sich ebenfalls an vegane Konsumenten.

Ein ebenfalls umstrittenes Thema sind Abnehmshakes.

Falls Du Dich dafür interessierst, ob sie wirklich funktionieren, kannst Du Dir diesen Artikel anschauen:

Shakes zum Abnehmen

Kritik von Experten – und warum YFood den „Goldenen Windbeutel“ bekam

Windbeutel, als negativer Preis für Y Food

Vielleicht hast Du es schon mal gehört: YFood wurde 2020 von Foodwatch für den „Goldenen Windbeutel“ nominiert – als eine der dreistesten Werbelügen des Jahres.

Der Grund: YFood bewirbt seine Produkte als gesund, obwohl sie laut Foodwatch eher in die Kategorie „Fast Food im neuen Gewand“ fallen.

Und auch wenn Influencer auf Social Media die Drinks als perfekten Ersatz fürs Frühstück oder Mittagessen bewerben – es bleibt ein Marketingprodukt, das nicht automatisch gesund ist.

Echte Nahrung, mit Vitaminen, Enzymen, natürlichen Fetten, Ballaststoffen und vielfältigen Aromen, bleibt durch nichts zu ersetzen.

Kein Pulver, kein Getränk, keine Flasche.

Was ist die bessere Alternative?

Ich bin kein Fan von Verboten.

Und ich glaube fest daran, dass eine gute Ernährung praktisch, alltagstauglich und lecker sein muss.

Aber sie darf eben auch sättigen – nicht nur physisch, sondern auch emotional.

Und da kommen wir zu einem entscheidenden Punkt, den viele Hersteller gerne verschweigen.

Sättigung entsteht nicht nur durch Kalorien, sondern durch das Kauen, das Riechen, das Erleben von Essen.

Genau das fehlt bei einer Trinkmahlzeit komplett.

Kein Biss, kein Aroma, keine Vielfalt – nur eine einheitliche, flüssige Textur.

Das funktioniert vielleicht mal kurzfristig, aber auf Dauer macht es viele Menschen unzufrieden.

Wenn Du also nach einer echten Alternative suchst, schau mal nach Hot Bowls, schnellen Rezepten mit natürlichen Zutaten oder meal-prep-freundlichen Frühstücken.

Eine Schale mit Quinoa, Gemüse, Ei und einem Dressing ist nicht nur vollwertig, sondern auch schnell gemacht – und Du weißt genau, was drin ist.

Übrigens: Solche Mahlzeiten gibt’s inzwischen auch vorbereitet – ganz ohne Pulver und industrielle Verarbeitung. Schau also nicht nur auf die schnelle Lösung, sondern auf die richtige Lösung für Deinen Körper.

Du möchtest abnehmen oder Deine Ernährungegewohnheiten verbessern?

Dann vereinbare hier einen Termin und ich werde Dir dabei helfen, gesund und nachhaltig Gewicht zu verlieren.

Jan Bahmann berät seine Kunden zu einer gesunden Ernährung.
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Y Food - FAQ

Warum kein YFood mehr?

Viele Menschen entscheiden sich gegen YFood, weil sie auf Dauer echte, frische Mahlzeiten bevorzugen. Die Kritikpunkte reichen vom fehlenden Sättigungsgefühl über den hohen Zuckeranteil bis hin zu gesundheitlichen Bedenken gegenüber den zugesetzten Süßstoffen. Auch der Wunsch nach weniger verarbeiteten Lebensmitteln und der soziale Aspekt des gemeinsamen Essens spielen eine Rolle. Für viele ist YFood auf Dauer zu künstlich, zu teuer und zu weit weg von einer natürlichen Ernährung.

Was ist das Problem mit YFood?

Das Hauptproblem ist die stark verarbeitete Zusammensetzung: Zutaten wie Maltodextrin können den Blutzuckerspiegel schnell steigen lassen. Durch das Trinken statt Kauen kann außerdem das natürliche Sättigungsgefühl gestört werden, was zu einem schnelleren Hungergefühl führt. Auch der vergleichsweise hohe Zuckergehalt trotz „ohne Zuckerzusatz“-Werbung wird häufig kritisiert. Hinzu kommt, dass bei regelmäßigem Konsum die Abwechslung und Frische einer normalen Mahlzeit fehlt.

Wie gesund ist YFood wirklich?

YFood enthält eine ausgewogene Mischung aus Eiweiß, Kohlenhydraten, Fett, Ballaststoffen sowie 26 Vitaminen und Mineralstoffen. Das klingt zunächst gesund, allerdings enthält eine Flasche auch rund 500 Kalorien und bis zu 22 Gramm Zucker – vor allem durch Milchbestandteile und zugesetzte Kohlenhydrate wie Maltodextrin. Zusätzlich werden künstliche Süßstoffe wie Sucralose verwendet, die in der Kritik stehen, den Appetit auf Süßes zu fördern. Gelegentlich konsumiert, ist YFood gesundheitlich unbedenklich. Für eine langfristige, ausgewogene Ernährung ist es jedoch keine ideale Lösung.

Ist YFood gut für das Abnehmen?

YFood kann theoretisch beim Abnehmen helfen, wenn es gezielt in einen Kalorienplan eingebaut wird. Eine Flasche enthält etwa 500 Kalorien – das entspricht einer Hauptmahlzeit. Wer es als Mahlzeitenersatz nutzt und auf ein Kaloriendefizit achtet, kann damit abnehmen. Allerdings sättigt das flüssige Format viele Menschen weniger gut, was zu Heißhunger oder zusätzlichen Snacks führen kann. Ohne bewusstes Essverhalten und Bewegung ist YFood daher keine zuverlässige Abnehmstrategie.