
Ausgangssituation
Eine Hand am Geländer, in der anderen die Einkaufstasche: So kämpfte sich Susanne früher die Treppen zu ihrer Wohnung hinauf. Für jede Etage brauchte sie nach eigener Erinnerung etwa fünf Minuten. Dazu kam die Sorge, wie Rettungskräfte sie im Notfall aus dem dritten Stock bringen sollten.
Auch ihr Verhältnis zum Essen war seit ihrer Kindheit belastet. Verbote, das Gefühl, ständig beobachtet zu werden, und verletzende Kommentare über ihre Figur hatten Spuren hinterlassen. Später griff sie besonders an stressigen Arbeitstagen zu Süßigkeiten und Chips, um mit ihrer inneren Unruhe umzugehen.
Susanne hatte schon früher abgenommen. Doch der Gedanke, dauerhaft verzichten zu müssen, machte es ihr schwer, sich ein Leben mit diesen Ernährungsregeln vorzustellen.













